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GÜNTER GRASS war Schriftsteller, bildender Künstler und ein politisch denkender Mensch. Er sah im Schriftsteller auch einen „Staatsbürger mit besonderen Fähigkeiten“, der sich einmischen müsse. Grass eckte an, scheute Kontroversen nicht und erhob seine Stimme, wenn er Gefahren für die Demokratie und Zivilgesellschaft zu erkennen glaubte. Aber der Skeptiker Grass machte sich keine Illusionen. In der Frankfurter Paulskirche sagte er 1983: „Deutsche Tradition weist nach, wie wenig das Wort des Schriftstellers galt und gilt, so gerne man sein Wort als schmückenden Zusatz zuließ und auch heutzutage ins Programm nimmt.“