Kulinaristik 2006

Günter Grass: Menschen sind Tiere, die kochen können.

Kongress und Ausstellung zum Thema „Essen und Trinken im Werk von Günter Grass“
29. September bis 1. Oktober 2006

Günter Grass Stiftung Bremen

Dokumentation der Tagung im Buch „Küchenzettel. Essen und Trinken im Werk von Günter Grass“, hrsg. von Volker Neuhaus und Anselm Weyer, siehe Publikationen.

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Die Günter Grass Stiftung Bremen veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Kulinaristik einen dreitägigen Kongress: „Günter Grass: Menschen als Tiere die kochen können“, der am Freitag, 29. September 2006, 16 Uhr, in der Stadtwaage, Langenstraße 13, eröffnet wurde.
Begleitet wurde der Kongress von der Ausstellung „Günter Grass: Küchenzettel. Menschen sind Tiere, die kochen können“ mit Skulpturen, Radierungen und Lithographien von Günter Grass zum Thema.

Günter Grass hat das Essen immer wieder zum Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit gemacht. Von „Die Blechtrommel“ über „Der Butt “ bis hin zu Gedichten wie „Im Ei“ oder „Die Schweinekopfsülze“ und zahlreichen Radierungen, Lithographien und Skulpturen hat Grass die anthropologische, kommunikative und symbolische Bedeutung des Essens ansichtig gemacht.

Ebenso spielen im Gesamtwerk von Günter Grass die Handlungsfiguren des Kochs und insbesondere der Köchin eine herausragende Rolle. Unermüdlich hat Grass auch die Voraussetzung aller Kulinaristik, den Sieg über den Hunger in der Welt, thematisiert. In seiner Dankesrede auf die Verleihung des Nobelpreises („Fortsetzung folgt…“) fasst er die andauernde Relevanz dieses Bedingungsaspekts aller Kulinaristik zusammen: „Dieses Thema ist uns geblieben… Davon wird in Zukunft zu erzählen sein“.

Die Günter Grass Stiftung Bremen ist für die inhaltliche Verbindung von Tagung, Ausstellung und Essen von der Initiative des Bundespräsidenten „Land der Ideen“ als „Ort der Ideen“ ausgewählt worden.