2014

ALBATROS Preisträger sind

Julie Otsuka und Katja Scholtz

für „Wovon wir träumten“ (The Buddah in the Attic)

Video der Preisverleihung (ab dem 1.1.2016 bitte im Medienarchiv erfragen)

Albatros Günter Grass Stiftung Bremen Albatros Günter Grass Stiftung Bremen

Verleihung des Internationalen Literaturpreises ALBATROS am 25. April 2014, 18:00 Uhr im Rathaus zu Bremen.


Programm:

Begrüßung
Jens Böhrnsen

Geschäftsführerin Günter Grass Stiftung Bremen
Donate Fink

Szenische Lesung
Studierende der Jacobs University Bremen

Laudatio auf Julie Otsuka
Roger Willemsen

Laudatio auf Katja Scholtz
Michael Hulse (UK)

Übergabe der Urkunden
Vorsitzender der Günter Grass Stiftung Bremen
Dr. Klaus Meier

Dankesworte
Julie Otsuka via Video

Dankesworte
Katja Scholtz

Schlußwort
Vorsitzender Günter Grass Stiftung Bremen
Dr. Klaus Meier

Programm als PDF

In der Begründung der Jury heißt es:

„Mit dem Albatros-Preis 2014 wird Julie Otsuka, eine amerikanische Autorin japanischer Herkunft ausgezeichnet. In ihrem zeithistorischen Roman „Wovon wir träumten“ schildert sie aus einer weiblichen Perspektive das Schicksal japanischer Einwanderer in Kalifornien nach dem ersten Weltkrieg und ihrer Diskriminierung und Ausgrenzung nach dem Überfall auf Pearl Harbour. Ihre Erzählweise ist ungewöhnlich. Es spricht ein kollektives Wir, wobei es Julie Otsuka immer wieder gelingt, Einzelschicksale aufleuchten zu lassen, und – über die Chronik dieser betrogenen Generation hinaus – auch die großen Themen des menschlichen Zusammenlebens zu behandeln. Präzise, subtil und in rhythmischer Prosa zeichnet die Autorin die einzelnen Stufen der Entfremdung zwischen Geschlechtern und Ethnien nach, ohne je zu moralisieren. Sie hat ein facettenreiches Meisterwerk geschaffen, das durch seine stilistische Eleganz und formale Raffinesse besticht.

Katja Scholtz hat für das knappe und unsentimentale Amerikanisch von Julie Otsuka eine sehr überzeugende deutsche Entsprechung gefunden. Es zeichnet Katja Scholtz, die als Lektorin bei DVA und Suhrkamp gearbeitet hat und jetzt das literarische Programm bei mare leitet, besonders aus, daß sie für die von ihr besonders geschätzten Autoren auch die wichtigste Vermittlungsarbeit, die Übersetzung, selbst übernimmt. So hat sie nach Mary Lavin, Gabriel Josipovici und James Frey nun auch Julie Otsuka in ein großartiges und sensibles Deutsch übertragen.“

Julie Otsuka

Julie Otsuka wurde in Kalifornien geboren und ist dort aufgewachsen. Sie studierte an den Universitäten Yale und Oxford und wollte zunächst Malerin werden, wandte sich jedoch im Alter von 30 Jahren dem Schreiben zu. Ihr erster Roman „When the Emperor Was Divine“ (Als der Kaiser göttlich war) wurde 2003 mit dem Asian American Literary Award und dem American Library Association Alex Award ausgezeichnet.

„The Buddah in the Attic” war Finalist für den National Book Award 2011 und erhielt im selben Jahr den Langum Prize für American Historical Fiction.

2012 wurde „The Buddah in the Attic” mit dem PEN/Faulkner Award for Fiction Prix und in Frankreich mit dem Prix Femina étranger ausgezeichnet. Außer den beiden Romanen hat Julie Otsuka eine Reihe von Kurzgeschichten veröffentlicht.

Julie Otsuka lebt in New York City.

Katja Scholtz

Katja Scholtz, 1971 geboren in Bochum, studierte Anglistik, Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaften in Freiburg, Aberdeen und Bonn. Sie war als Lektorin bzw. Programmleiterin bei verschiedenen Verlagen tätig (Haffmans, Heyne, Suhrkamp, DVA), bevor sie 2008 nach Hamburg kam, wo sie seither das Buchprogramm im mareverlag verantwortet.

Übersetzungen bisher sind Mary Lavin, In einem Café (In a Café), Suhrkamp Verlag 1996, Gabriel Josipovici, Fehler machen (Making Mistakes), Berlin: Haffmans & Tolkemitt 2010, James Frey, Das letzte Testament der Heiligen Schrift (The Final Testament of the Holy Bible), zusammen mit Alexa Hennig von Lange, Clemens J. Setz, Tina Uebel, Klaus Modick, Juli Zeh u.a., Berlin: Haffmans & Tolkemitt 2012